Das verheerende Hochwasserereignis im Jahre 1946 und die häufigen Überflutungen im unteren Werretal in den 1950er und 1960er Jahren führten zu einer wasserwirtschaftlichen Betrachtung des
gesamten Werreraumes zwischen dem südlichen Teutoburger Wald und dem Wiehengebirge. Ergebnis dieser Untersuchungen war, dass im Einzugsgebiet der Werre die Hochwassergefahr nur durch den Bau
mehrerer Hochwasserrückhaltebecken minimiert werden kann. Bereits 1964 waren die Vermessungsarbeiten und der Flächenmodellversuch für das HRB Löhne durchgeführt worden. Die Planungen wurden im
Jahr 1968 abgeschlossen.
Werre vom Wehr Kissler bis zur Autobahntalbrücke
Else von der Eisenbahnbrücke Bünde/Herford bis zur Werremündung
Bau des Obernbecker Deiches (Bauabschnitte 1 - 5)
Werre von der Autobahntalbrücke bis zur heutigen Schützenstraße und Stauhaltungsdämme / L782 (Bauabschnitte 6 - 8)
Stauhaltungsdämme zwischen der heutigen Schützenstraße bis zur BAB30 (Bauabschnitte 9 und 10)
Verlängerung und Erhöhung des Obernbecker Deiches (Bauabschnitt 11)
Auslaufbauwerk und Staudamm
Werreausbau zwischen Schützenstraße und Lübbecker Straße (Bauabschnitte 12 und 13)
Stauhaltungsdamm Wallücker Bahnweg (Bauabschnitt 14)
Bau des Werre-Polders (Bauabschnitt 15)
Zulaufpegel Else und Bau des Else-Polders (Bauabschnitte 16 und 17)
Abbau des Kulturstaus am Auslaufbauwerk und Umbau als Sohlgleite mit Kanugleite (Bauabschnitt 18)
BHQ2-Sanierung durch Kappung der Staubalken (Bauabschnitt 19)
Das Hochwasserrückhaltebecken Löhne ist seit Dezember 1982 in Betrieb. Die nach 1982 ausgeführten Bauabschnitte, insbesondere der Bau der Polder, erhöhen die Wirksamkeit des Rückhaltebeckens
Löhne. Die Fertigstellung der Anlage im heutigen Ausbauzustand erfolgte im Jahr 1992.